Was ist Ayurveda 101 – Die Wissenschaft vom Leben?
- Ayurveda wird die Wissenschaft vom Leben genannt, und das aus gutem Grund: Ayurveda hat sich seit über 5000 Jahren bewährt.
- Ayurveda glaubt an "Swasthasya swastha rakshanam aturasya vikara prashamanam Cha", was bedeutet, dass es eine vollständige Wissenschaft ist, die an ein gesundes Leben und den Schutz vor Krankheiten glaubt.
- In der heutigen Zeit, in der die moderne Welt nach natürlichem Wohlbefinden strebt, sind immer mehr Menschen neugierig auf „Was ist Ayurveda??" und die Suche nach praktischen, lebensverändernden Antworten.
Die Wurzeln des Ayurveda:
- Ayurveda hat seinen Ursprung im Atharvaveda. Tief in der alten vedischen Zeit verwurzelt, ist Ayurveda ein ganzheitliches Gesundheitssystem, das sich auf die Balance von Körper und Geist konzentriert.
- „Ayurveda“ ist ein Sanskrit-Wort, das sich aus zwei Wurzeln zusammensetzt: „Ayur“, was Leben bedeutet, und „Veda“, was Wissen bedeutet. Systematisch und logisch geordnetes Wissen wird zur Wissenschaft.
- Im Laufe der Zeit entwickelte sich Ayurveda zur Wissenschaft des Lebens. Ayurveda betrachtet Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit, sondern als einen Zustand des Gleichgewichts zwischen Geist und Körper.
- Darin wird behauptet, dass jeder Mensch eine einzigartige Körperkonstitution besitzt, die „Deha Prakriti„das ihre körperliche und geistige Konstitution bestimmt.“
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Indem wir unsere Körperkonstitution verstehen, die ayurvedische Dinacharya (tägliche Routinen) befolgen und uns an die richtige Ahara (Ernährung) und Vihara (Lebensweise) halten, können wir ein Ungleichgewicht der Doshas verhindern und die Gesundheit auf natürliche Weise wiederherstellen.
Die Geschichte und das Erbe des Ayurveda:
- Die Geschichte des Ayurveda reicht mehr als 5000 Jahre zurück, mit grundlegenden Texten wie der Charaka Samhita, der Sushruta Samhita und dem Ashtanga Hridaya.
- Diese Werke beschreiben die Entwicklung des Ayurveda, von Kräutern, pflanzlichen Rezepturen, chirurgischen Eingriffen und Diagnosetechniken.
- Im Gegensatz zu modernen Systemen betrachtet Ayurveda jeden Menschen als Mikrokosmos des Universums.
- Gesundheit ist der Zustand des Gleichgewichts zwischen Dosha, Dhatu und Mana (Geist).
Grundprinzipien des Ayurveda: Doshas, Elemente & Konstitution:
- Ayurveda basiert auf dem Zusammenspiel der „Panchmahabhutas“ (fünf Elemente), nämlich Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther.
- Diese Mahabhutas oder Elemente verbinden sich zu den drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Sie steuern alle körperlichen und geistigen Funktionen.
- Jeder Mensch besitzt alle drei Doshas, jedoch in einzigartigen Proportionen, wodurch seine persönliche Prakriti oder Körperkonstitution entsteht.
- Wenn unsere Doshas im Gleichgewicht sind, befinden wir uns in der gesündesten Form.
- Ein Ungleichgewicht der Doshas aufgrund von Stress, schlechter Ernährung, Schlafmangel oder saisonalen Veränderungen kann dazu führen, dass Krankheiten entstehen.
- Ayurveda hilft uns, diese Ungleichgewichte frühzeitig durch Lebensstil, Medikamente und Achtsamkeit zu erkennen und zu korrigieren.
Die drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) verstehen:
1. Vata Dosha verstehen: Die Energie der Bewegung
- Vata besteht aus Luft und Raum.
- Vata steuert Bewegung, Atmung, Kreislauf, Nervenimpulse und Ausscheidung.
- Menschen mit einer dominanten Vata-Konstitution sind oft kreativ, schnell im Denken, energiegeladen und enthusiastisch.
- Wann Vata ist im UngleichgewichtSie können Angstzustände oder Unruhe verspüren oder unter Trockenheit der Haut oder der Gelenke leiden.
2. Pitta Dosha verstehen: Die Energie der Transformation
- Pitta besteht aus Feuer und Wasser; Pitta steuert Stoffwechsel, Verdauung und Energieproduktion.
- Menschen mit Pitta-Prakriti sind oft intelligent und willensstark.
- Ein Überschuss an Pitta kann zu Reizbarkeit, Hautproblemen oder Sodbrennen führen.
(Wissen, wie man Pitta im Gleichgewicht (unter Verwendung ayurvedischer Öle)
3. Kapha Dosha verstehen: Die Energie von Struktur und Stabilität
- Kapha besteht aus Erde und Wasser.
- Kapha verleiht dem Körper Kraft, Stabilität, Ausdauer und Ruhe.
- Menschen mit einer dominanten Kapha-Dominanz sind ausgeglichen, liebevoll und loyal, ein Ungleichgewicht kann jedoch zu Trägheit oder Gewichtszunahme führen.
(Tiefeneintauchen, um zu verstehen, wie man Kapha im Gleichgewicht)
Ayurvedische Tagesroutine (Dinacharya) für das Dosha-Gleichgewicht:
Ayurveda lehrt, dass Gesundheit sich täglich und nicht episodisch entwickelt. Die Einhaltung der ayurvedischen Tagesroutine (Dinacharya) unterstützt das Gleichgewicht aller Doshas.
Ayurvedischer Dinacharya-Prozess:
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Früh aufstehen: Die günstigste Zeit zum Aufstehen ist vor Sonnenaufgang, also Brahma Muhurta. Dies ist überwiegend die Kapha-Zeit.
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Natürliche Ausscheidung: Regelmäßiger Stuhlgang reinigt den Körper.
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Danta Dhavan (Mundpflege): Dazu gehören das Zähneputzen mit Heilkräutern, regelmäßiges Zungenschaben und Ölziehen (Gandusha).
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Selbstmassage (Abhyanga): Anwendung von warmem Sesamöl oder medizinischem Öl gemäß Empfehlung, um den Körper zu nähren und den Geist zu beruhigen.
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Leichte Bewegung: Yoga oder zügiges Spazierengehen helfen, die Doshas zu aktivieren und auszugleichen.
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Nahrungsaufnahme: Nehmen Sie die größte Mahlzeit zu sich, wenn die Verdauung am stärksten ist, vorzugsweise mittags, da dies die Pitta-Zeit ist.
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Schlaf: Versuchen Sie, möglichst früh, spätestens um 22 Uhr, im Bett zu sein, um sich dem natürlichen Ruherhythmus Ihres Körpers anzupassen.
Profi-Tipp:
Dieser Zyklus konzentriert sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit, sondern auch auf die emotionale Stabilität und die mentale Konzentration.
Ayurvedische Ernährung: Nahrung als Nahrung und Medizin
- Diese Ernährungsweise konzentriert sich auf Lebensmittel, die unsere Doshas und die wechselnden Jahreszeiten unterstützen. Es geht nicht einfach nur ums Kalorienzählen, sondern auch um die Eigenschaften der Lebensmittel.
- Die ayurvedische Ernährung legt hauptsächlich Wert auf den Verzehr frisch zubereiteter Mahlzeiten. Verarbeitete oder Tiefkühlprodukte sollten vermieden werden.
- Ayurveda kennt sechs Rasas (Geschmacksrichtungen). Wenn man alle sechs Geschmacksrichtungen in jede Mahlzeit einbezieht, sorgt das für Ausgewogenheit. Iss achtsam und konzentriert, ohne dich ablenken zu lassen, und höre auf, bevor du satt bist.
Welche sind die 6 Geschmacksrichtungen?
- Süss
- Sauer
- Salzig
- Bitter
- Stechend
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Adstringierend
- Nahrung ist im Ayurveda sowohl Nahrung als auch Medizin. Sie kann lindernd oder entzündungshemmend wirken, je nachdem, wie und wann sie verzehrt wird.
- So kann beispielsweise Ingwertee die Verdauung verbessern, während Kräuter wie Koriander oder Fenchel das überhitzte Pitta beruhigen können.
Ist Ayurveda sicher? Was Sie wissen sollten:
- Ayurveda ist im Allgemeinen sicher und unterstützend. Anstatt sich auf schnelle Lösungen zu konzentrieren, befasst sich Ayurveda mit der individuellen Konstitution des Körpers und passt die Behandlung entsprechend an.
- Der Schlüssel zur Behandlung liegt in der individuellen Anpassung, die nur ein Ayurveda-Arzt empfehlen kann. Selbstmedikation oder die Einnahme von Medikamenten über einen längeren Zeitraum ist nicht ratsam.
Notiz:
Stets Konsultieren Sie einen qualifizierten Ayurveda-Therapeuten. vor Beginn einer ayurvedischen Behandlung.
Die moderne Relevanz des Ayurveda: Warum es heute wichtig ist
- Im modernen Leben kommt es vermehrt zu Zivilisationskrankheiten, Schlaflosigkeit, Verdauungsproblemen und Angstzuständen.
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Durch eine bewusste Anpassung von Ernährung und Lebensstil lässt sich ein Großteil der Krankheiten heilen.
- Darüber hinaus belegen wissenschaftliche Erkenntnisse über die Darm-Hirn-Achse, die Regulierung des zirkadianen Rhythmus usw. die Notwendigkeit einer Korrektur von Ernährung und Lebensstil.
Schlussbetrachtung: Ein ausgeglichenes Leben mit Ayurveda – Grundlagen
- Ayurveda heilt nicht nur die Krankheit, sondern erhält auch ein ausgeglichenes Leben aufrecht.
- Die Doshas, aus denen der Körper besteht, müssen im Gleichgewicht sein, damit man nicht von Krankheiten befallen wird. Genau darauf gibt Ayurveda Aufschluss.
