Abrus precatorius, auch bekannt als Krabbenauge, Rosenwurz oder im Hindi als Gunja, ist eine kleine Kletterpflanze mit leuchtend roten Samen. Sie wächst an Hecken, Bäumen und Sträuchern. Da ihre Samen das Gift Abrin enthalten, zählt sie zu den gefährlichsten Heilpflanzen.
Normalerweise gibt es zwei Formen von Gunja: die Form mit roten Samen und die Form mit weißen Samen.
Zubereitungen aus reinem Gunja sind wirksam bei der Behandlung von quälender Arthritis und Haarausfall. Es gilt außerdem als starkes Aphrodisiakum.
Gebräuchliche Synonyme:
- Sanskrit – Shikhandika, Sheetpaki, Kakadantika, Kakasahavaya, Rati
- Englisch – John Crow Perle, Indische Süßholzwurzel, Krabbenauge, Abrussamen
- Hindi – Gamanchi, Gunchi, Gunja, Rati
- Telugu – Guruvinda, Guruganj
- Tamilischer Name – Gundumani
- Marathi - Gunj, Gunja
- Persischer Name – Chashmi, Khurosa, Gunchi
Auftreten:
Gunja ist auf dem gesamten indischen Subkontinent in tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Es wächst wie Unkraut und kann sich überall, wo es angepflanzt wird, stark ausbreiten.
Eigenschaften:
| Namen | Hindi/Sanskrit | Englisch |
| Rasa (Geschmack) | Kashaya, Tikta | Zusammenziehend, bitter |
| Guna (Physikalische Eigenschaften) | Ruksha, Laghu | Trocken, leicht |
| Virya (Potenz) | Ushna | Heiß |
| Vipaka (Nachverdauungsgeschmack) | Katu | Scharf |
Auswirkung auf die Doshas:
Es gleicht die Kapha- und Vata-Doshas aus.
Sonderaktivität:
Abrus precatorius ist ein extrem wirksames Kraut, das bei übermäßigem Verzehr starkes Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Daher ist es wichtig, vor der medizinischen Anwendung geeignete Reinigungsmethoden anzuwenden.
Gemeinsame Eigenschaften des Krauts:
- Gunja ist sowohl in roter als auch in weißer Variante erhältlich und wird seit Jahren intensiv auf seine zahlreichen therapeutischen Eigenschaften hin erforscht, die die natürliche Gesundheitsversorgung unterstützen können.
- Es handelt sich um ein wirksames, natürliches Aphrodisiakum, das bei sexuellen Problemen hilft, indem es die sexuelle Erregung steigert und die Ausdauer erhöht. Als natürliches pflanzliches Heilmittel können Gunja-Präparate Männern mit niedriger Spermienzahl oder anderen Problemen im Zusammenhang mit der Spermienproduktion helfen.
- Gunja gleicht die Vata- und Kapha-Energien aus, verbessert den Geschmackssinn und den Appetit und hilft zudem bei Verdauungsproblemen.
- Gunja ist an sich ein starkes Toxin, kann aber bei guter Reinigung und kontrollierter Dosierung wirksam als Gegengift eingesetzt werden.
- Es verbessert auch das Sehvermögen in mehrfacher Hinsicht.
- Ähnlich wie Gunja die Haut- und Haarstruktur verbessert, fördert seine Anwendung eine bessere Wundheilung.
- Als allgemeines Stärkungsmittel für den Körper trägt Gunja auch zu einer gesteigerten Immunität und körperlichen Kraft bei.
- Aufgrund seiner bemerkenswerten therapeutischen Eigenschaften kann Gunja alles behandeln, von leichten Erkältungs- und Hustensymptomen bis hin zu rheumatoider Arthritis, Hauterkrankungen, Wurmbefall, Asthma, übermäßigem Durst und Vergiftungen.
- Neben dem pulverisierten Samen, der sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet wird, eignet sich die Gunja-Wurzel auch hervorragend zur Schmerzlinderung.
- Im ayurvedischen Medizinsystem entspricht ein Gunja-Samen etwa 120 mg, und seine Größe und sein Gewicht werden regelmäßig als Anhaltspunkte für die Gewichtsbeurteilung herangezogen.
Vorsicht:
Kinder und stillende oder schwangere Frauen sollten Gunja nicht konsumieren. Obwohl der übermäßige Verzehr von Gunja zu einer Vergiftung führen kann, ist kein spezielles Gegenmittel erforderlich. Mit ausreichender Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr lässt sich die Vergiftung leicht behandeln.
Aktuelle Forschungsergebnisse zu diesem Kraut:
Extrakte aus den ethanolischen Samen der Gunja-Pflanze können das Fortschreiten von Katarakten verlangsamen.
Dosierung:
- Wurzel- und Blattpulver 1–3 g,
- Samenpulver – 0,5 bis 1,5 Gunja (Maßeinheit) oder 60 – 180 mg pro Tag.
Verwendetes Teil:
- Wurzel
- Blätter und Samen
