Vasaka ist ein hoher, dichter, immergrüner, krautiger Strauch. An seinem Stamm wachsen mehrere lange, kontrastierende Kletterzweige. Die Rinde ist gelb. Die lanzettlichen Blätter sind kurz gestielt, haben einen glatten Rand und stehen gegenständig. Sie schmecken bitter und verfärben sich beim Trocknen stumpf bräunlich-grün. Vasicin, ein Alkaloid, ist in den Blättern reichlich vorhanden. Der Blütenstand besteht typischerweise aus großen, dicken, achselständigen Ähren, deren Blüten meist purpur-weiß sind. Die Früchte sind keulenförmige, behaarte Kapseln.
Allgemeine Informationen:
Vasa, oft auch Vasaka geschrieben, ist ein Kraut, das traditionell zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma, Erkältungen und Husten eingesetzt wird. Neben seinen kühlenden Eigenschaften wirkt es stark antimikrobiell.
Einer der Wirkstoffe der Pflanze, Vasicin, ist für die zahlreichen therapeutischen Vorteile dieses Krauts verantwortlich.
Vasa erweist sich als besonders vorteilhaft bei der Behandlung vieler Erkrankungen des Atmungssystems und kann aufgrund seiner hervorragenden Wirksamkeit als natürliches Expektorans sogar vielen Tuberkulosepatienten Linderung verschaffen.
Der Kräuterextrakt besitzt ein großes medizinisches Potenzial, doch eine zu hohe Dosierung kann viele negative Auswirkungen haben; daher sollte er nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.
Zu den zahlreichen Substanzen, die aus dieser Pflanze isoliert wurden, gehört Vasicin, dessen antibakterielle, antiulzerative, leberschützende und antioxidative Eigenschaften untersucht wurden. Vascicinin, Luteolin, Tritriacontan, Carotin, Vasakin, Vasicinon, Vascicolon, Vasicolinon und weitere Verbindungen kommen ebenfalls in diesem Kraut vor.
Lebensraum:
Diese krautige Pflanze ist auf dem indischen Subkontinent weit verbreitet. Neben Panama kommt sie auch in China, Nepal, Pakistan, Indonesien, Malaysia und Sri Lanka vor.
Einstufung:
- Reich - Pflanzen
- Bestellung - Lamiales
- Familie – Akanthusgewächse
Namen:
- Sanskrit - Vasaka
- Lateinischer Name - Adhatoda vasica
- Englisch - Malabarnuss
- Hindi – Adusa, Arusha, Bansa
- Telugu – Addasaramu, Adamkabu, Vasa
- Tamilischer Name – Adhathodai
- Marathi - Adulsa
- Gujarati-Name - Araduso, Adulso
- Kannada-Name - Adusogae, Adu muttada soppu
- Bengalischer Name - Bakash, Vasok, Adusa
- Punjabi-Name - Vamsa, Bhekkar
- Nepalesischer Name - Asuro, Kalo, Vasak
- Oriya-Name - Arusa, Basanga, Basung
- Assamesischer Name - Titabahak, Bahak
- Konkani-Name - Adusoge
- Persischer Name - Bansa
Ayurvedische Eigenschaften:
| Besondere | Hindi/Sanskrit | Englisch |
| Rasa (Geschmack) | Kashaya, Tikta | Zusammenziehend, bitter |
| Guna (Physikalische Eigenschaften) | Laghu, Rooksha | Leicht, trocken |
| Virya (Potenz) | Blatt | Kalt |
| Vipaka (Nachverdauungsgeschmack) | Katu | Scharf |
Auswirkungen auf die Doshas:
Es gleicht die Doshas Pitta und Kapha aus.
| Charaka Samhita | Sushrut Samhita |
| Daruvadi gana |
Praktische Anwendungen:
- Vasa ist eine scharf schmeckende, kühlende Pflanze, die wahre Wunder bei der Linderung von stechenden Schmerzen und einem erhöhten Pitta-Dosha im Körper bewirkt.
- Es hat sich als sehr wirksam bei der Behandlung von Blutungen und Blutkrankheiten erwiesen. Das Kraut wirkt zudem hervorragend bei der Blutreinigung.
- Diese Pflanze besitzt zudem die einzigartige Fähigkeit, Erbrechen zu verhindern. Vasa kann außerdem Fieber, insbesondere Pitta-Fieber und dessen Folgen (verursacht durch ein Ungleichgewicht des Pitta-Doshas im Körper), behandeln.
- Es ist außerdem förderlich für die allgemeine Herzgesundheit und wirkt stärkend auf das Herz.
- Vasas Hauptwirkung auf das Atmungssystem begründet seinen Ruhm. Vasa wird unter anderem erfolgreich bei Erkrankungen wie Erkältungen, Husten und chronischer Bronchitis eingesetzt.
- Auch Gallenblase und Leber können von dem Kraut profitieren. Seine Pitta-ausgleichenden Eigenschaften können die Gallenproduktion positiv beeinflussen. Laut Ayurveda sind Leber und Gallenblase die Pitta-Energiezentren des Körpers.
- Vasa besitzt vielfältige Funktionen, darunter Hautschutz, antimikrobielle Wirkung und eine moderate entzündungshemmende Wirkung.
- Dieses schleimlösende Kraut befreit die Lunge von festsitzendem Schleim und unterstützt die Behandlung von Asthma und Husten. Auch im Frühstadium einer Tuberkulose kann es sehr hilfreich sein.
- Das Kraut wird zur Bekämpfung von Parasiten im Gewebe eingesetzt. Ein Absud daraus dient zur Behandlung von Wurmbefall.
- Krätze und Hauterkrankungen werden mit einem warmen Blätteraufguss behandelt. Die Blätter dieser Heilpflanze werden äußerlich als Umschlag auf die Haut aufgetragen, um rheumatische Schmerzen zu lindern, Wunden zu heilen und Entzündungen zu reduzieren.
- Es wird als mäßiges Beruhigungsmittel eingesetzt, um Stress abzubauen und den Geist zu beruhigen.
- Dieses Kraut lindert Bauchschmerzen und hilft, die dortige Muskulatur zu entspannen.
- Darüber hinaus wirkt es Wunder bei Mandelentzündung, postnasalem Tropfen, Nasennebenhöhlenentzündung und Halsschmerzen.
- Vasaka-Abkochung hilft, den Harnstoffspiegel und den Spiegel anderer stickstoffhaltiger Abfallprodukte im Blut zu senken.
- Es beruhigt die Doshas Pitta und Kapha.
Verwendetes Teil:
- Blatt
- Wurzel
- Blume
- Ganze Pflanze
Dosierung:
- Blütensaft: 10-20 ml
- Flüssigextrakt: 2-5 ml
- Blattextrakt: 10-20 ml
- Wurzelabsud: 40-80 ml
Vorsicht:
Der Kräuterextrakt besitzt ein großes medizinisches Potenzial, doch eine zu hohe Dosierung kann viele negative Auswirkungen haben; daher sollte er nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden.
