Die mehrjährige Heilpflanze Plectranthus amboinicus (Lour.) Spreng. gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den tropischen Regionen Asiens, Australiens und Afrikas weit verbreitet. Sie enthält zahlreiche natürlich vorkommende sekundäre Pflanzenstoffe mit hervorragenden Nähr- und Heilwirkungen und wird daher in der Medizin sehr geschätzt. Aufgrund ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen und ihres aromatischen Duftes ist sie ein wertvoller Bestandteil des Gartenbaus. In der traditionellen Medizin wird sie häufig zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen eingesetzt, darunter Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Erkältungen, Asthma und Hauterkrankungen. Die Blätter dienen in der traditionellen Küche oft als Würzmittel. Studien zufolge besitzt die Pflanze antibakterielle, antioxidative, entzündungshemmende, wundheilungsfördernde, schmerzlindernde und antiepileptische Eigenschaften. Darüber hinaus hat sie sich bei der Behandlung von Haut-, Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Harnwegserkrankungen bewährt.
Botanische Beschreibung
Die Sukkulente Plectranthus amboinicus besitzt therapeutische Eigenschaften und duftet angenehm. Ihre Blätter verströmen einen erfrischenden, belebenden Duft. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden. Die Stängel sind langhaarig. Die einfachen, behaarten Blätter wirken wie mit Frost überzogen. Die glockenförmigen Blüten haben eine violette Blütenkrone. Plectranthus amboinicus wächst schnell und wird üblicherweise durch Stecklinge vermehrt. Da sie viel Wasser speichern kann, benötigt sie keine ständige Bewässerung und gedeiht auch in trockenen Gebieten.
Phytochemische Zusammensetzung
Die Pflanze enthält etwa 30 nichtflüchtige und 76 flüchtige sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Monoterpenoide, Diterpenoide, Triterpenoide, Alkohole, Ester, Phenole, Aldehyde und Sesquiterpenoide. Die Konzentration des ätherischen Öls und die bioaktive Zusammensetzung der Pflanze variieren jedoch je nach Klima und geografischen Bedingungen.
Antibakterielle Eigenschaften
Plectranthus amboinicus ist seit der Antike für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt. Ein Blätteraufguss dieser Pflanze hat sich bei bakterieller Tuberkulose und hartnäckigem Husten als wirksam erwiesen. Krankheitserreger wie Escherichia coli und Salmonella typhimurium werden durch die Blätter in ihrer Vermehrung gehemmt. P. amboinicus-Blätter besitzen zudem antidiabetische Eigenschaften bei Wundinfektionen.
Antimykotische Eigenschaften
Es ist bekannt, dass P. ambonicus das Wachstum krankheitserregender Pilze, darunter Penicillium und Aspergillus niger, hemmt. Die ätherischen Öle der Pflanze wirken bekanntermaßen synergistisch mit Candida albicans, Candida tropicalis und anderen Pilzen ähnlicher Art.
Antivirale Eigenschaften
Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe aus P. amblycinicum besitzen laut jüngsten Forschungsergebnissen antivirale Eigenschaften gegen das Herpes-simplex-Virus. Sie sind bekannt für ihre Fähigkeit, HIV zu unterdrücken und so AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen zu verhindern. Darüber hinaus sollen sie auch antivirale Eigenschaften gegen Viren der vesikulären Stomatitis aufweisen.
Antiepileptische Eigenschaften
Es hat sich gezeigt, dass P. amboinicus bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen, einschließlich Epilepsie und Krampfanfällen, hilfreich ist. Die antiepileptischen und antikonvulsiven Eigenschaften werden dem Vorhandensein von Flavonoiden und Alkaloiden zugeschrieben.
Wundheilungseigenschaften
Es ist bekannt, dass P. amboinicus das Infektionsrisiko bei Diabetikern senken kann. Es reduziert den Blutzuckerspiegel. Die Anwendung einer Paste aus P. amboinicus auf Wunden fördert die Wundheilung. Sie verkürzt die Epithelisierungszeit, indem sie die Kollagenbildung und die Wundkontraktion verbessert.
Larvizide Eigenschaften
Die larvizide Wirkung der in P. amboxinicus enthaltenen ätherischen Öle wurde bereits beschrieben. Sie gelten als nützlich zur Bekämpfung von Aedes aegypti, wodurch das Risiko von Dengue-, hämorrhagischem und Gelbfieber gesenkt wird. Darüber hinaus sind sie wirksam gegen Anopheles-Mücken. Dies ist die kostengünstigste und umweltfreundlichste Methode, um von Mücken und anderen Larven übertragene Krankheiten zu bekämpfen.
Analgetische Eigenschaften
- Frischer Blattextrakt von Ambonicus besitzt die Fähigkeit, die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe zu regulieren. Aufgrund dieser Eigenschaft wird er vorbeugend gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Die schmerzlindernden Eigenschaften der Pflanze werden zudem zur Behandlung neuromuskulärer Beschwerden wie Nacken- und Rückenschmerzen genutzt.
Atemwegserkrankungen
Bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Asthma, chronischem Husten und anderen Halsentzündungen ist P. amoinicus für seine Wirksamkeit bekannt. Es besitzt eine bronchienerweiternde Wirkung, die bei der Behandlung von Katarrhinfektionen hilfreich ist. Darüber hinaus wirkt es schleimlösend und befreit die Atemwege von festsitzendem Schleim.
Verdauungsstörungen
- Amboinicus ist aufgrund seiner blähungstreibenden und verdauungsfördernden Eigenschaften das am häufigsten verwendete Mittel zur Behandlung von Verdauungsstörungen wie Dyspepsie, Verdauungsbeschwerden und Durchfall. Bei durch Krankheitserreger verursachtem Durchfall werden die Blätter der Pflanze zusammen mit probiotischen Quellen, beispielsweise Buttermilch, eingenommen. Die blähungstreibende Wirkung beruht auf Stoffwechselenzymen, die durch die in den Blättern enthaltenen Phytokonstituenten gebildet werden.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Es ist bekannt, dass Extrakte aus den Blättern von P. amboinicus Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz lindern können. Durch die Steigerung des Natriumeinstroms erhöhen sie die Menge an verfügbarem intrazellulärem Kalzium.
Urogenitale Erkrankungen
Seit der Antike ist bekannt, dass P. amblycystis bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen des Urogenitalsystems hilfreich ist. Der Saft der Pflanze eignet sich gut zur Behandlung von Harnsteinen, da er Kristalle in den Harnwegen auflöst. Darüber hinaus wird er bei vaginalen Beschwerden wie übermäßigem Ausfluss eingesetzt. In vielen Ländern wird der Saft der Pflanze nach der Geburt getrunken, um möglichen Folgeproblemen im Urogenitalsystem vorzubeugen.
Mundkrankheiten
Mundkrankheiten stellen heutzutage ein großes Problem dar, und immer mehr Menschen interessieren sich für natürliche Behandlungsmethoden. Die Inhaltsstoffe der Pflanze sollen das Wachstum von Bakterien im Mund hemmen und so Karies und Parodontitis vorbeugen. Sie können zusätzlich zu Mundspülungen angewendet werden.
Nährwert
Eines der am häufigsten verwendeten Heilkräuter ist P. amboinicus. Es verbessert den Geschmack von Speisen und ist zudem reich an Mineralstoffen, Kalium und anderen Nährstoffen. Die Wirksamkeit des Krauts bei Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-, neuromuskulären und Nierenerkrankungen beruht ausschließlich auf diesen Mineralstoffen. Darüber hinaus enthält es bemerkenswert hohe Konzentrationen an Carotinen, Eisen, Zink, Kupfer, Natrium und Kalium. Daher ist es naheliegend, dass diese Pflanze ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel darstellt.
Fazit
Mit seinen sekundären Pflanzenstoffen ist P. amblycinicum ein wahres Wunderkraut und ein unverzichtbares Nahrungsergänzungsmittel zur Erhaltung der Gesundheit. Zahlreiche Beschwerden konnten durch die bioaktiven Komponenten der Pflanze wirksam gelindert werden. Aufgrund seiner natürlich vorkommenden, sicheren und erschwinglichen Inhaltsstoffe hat es vielversprechende Zukunftsaussichten in der pharmazeutischen und nutrazeutischen Industrie.
