Der Tuvaraka-Baum ist ein immergrüner Laubbaum, der eine Höhe von 16 Metern und mehr erreichen kann. Seine Rinde ist anfangs rau, dunkel und holzig, verfärbt sich aber mit der Zeit durch Pilzbefall streifig und bräunlich-grau. Die Blätter sind 10–16 cm lang, länglich, eiförmig oder elliptisch und leicht gesägt. Die Pflanze bildet kleine, einzelne, grünlich-weiße Büschel. Die Früchte haben einen Durchmesser von 5,1–10,2 cm und sind kugelförmig, warzenförmig und filzig behaart. Sie reifen im September und August. Die Samen sind 2,0–2,5 cm lang, gestreift, eiförmig und stumpfkantig. Die Blütezeit erstreckt sich von Januar bis April.
Allgemeine Informationen
In der traditionellen ayurvedischen Medizin ist die Tuvaraka-Pflanze von großer medizinischer Bedeutung. Ihre Wirksamkeit bei Hauterkrankungen ist bekannt. Auch bei Lepra ist Tuvaraka ein sehr erfolgreiches Mittel. Die Pflanze besitzt zahlreiche antibakterielle, fiebersenkende, therapeutische und heilende Eigenschaften. Sie unterstützt zudem die Blutreinigung und ist wirksam bei der Behandlung von Harnwegsinfektionen. Zu den Inhaltsstoffen gehören Hypnocarpinsäure, Chaulmoogrinsäure und ihre Homologen, Gorlicinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Anigenin, Luteolin, Chrysocnisol, Hydnocarpin, Isohydnocarpin und Methoxyhydnocarpin. Diese chemischen Verbindungen bieten neben der Behandlung verschiedener Krankheiten zusätzliche gesundheitliche Vorteile.
Lebensraum
Die Pflanzen kommen in den Hügelgebieten von Assam und Tripura sowie im Gebirge der Westghats vor, das sich von Maharashtra bis Kerala erstreckt. Neben einigen anderen südostasiatischen Ländern wird sie auch in Uganda, Nigeria und Sri Lanka angebaut.
Einstufung
- Reich – Pflanzen
- Ordnung - Malpighien
- Familie – Flacourtiaceae
Namen
- Lateinischer Name - Hydnocarpus laurifolia
- Sanskrit-Name – Turveraka, Tuvrak, Kushtavairi, Tuvaraka
- Englischer Name – Sauerbaum
- Hindi-Name – Chalmoogra, Jangali badam, Chalmogra
- Bengalischer Name – Choulmogara
- Kannada-Name – Garuda Phala
- Marathi-Name – Kadu Kaveet
- Malayalam-Name – Kodi
- Tamilischer Name – Maravattai
- Persischer Name – Phiranjamogra
- Telugu-Name – Adavi Badam
Ayurvedische Eigenschaften
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Hindi / Sanskrit |
Englisch |
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Rasa (Geschmack) |
Katu, Tikta, Kashaya |
Zusammenziehend, scharf, bitter |
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Guna (physisches Eigentum) |
Snigdha, Tikshana |
Schmierig, scharfsinnig |
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Virya (Potenz) |
Ushna |
Heiß |
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Vipaka (Geschmack nach der Verdauung) |
Katze |
Stechend |
Auswirkungen auf die Doshas
Es wird zur Behandlung von Kapha- und Vata-Erkrankungen eingesetzt.
Praktische Anwendungen
- Tuvaraka ist als sehr wirksames Kraut zur Behandlung von Hautproblemen bekannt. Symptome von Hauterkrankungen wie Ringelflechte, Psoriasis, Ekzemen und Krätze lassen sich mit diesem Kraut effektiv lindern. Es fördert zudem die Wundheilung.
- Die Rinde des Tuvaraka-Kalksteins enthält Tannine mit fiebersenkenden Eigenschaften, die zur Fiebersenkung beitragen.
- Dieses Kraut besitzt außerordentlich starke blutreinigende Eigenschaften. Daher wird es seit Langem zur Behandlung von Lepra eingesetzt. Schuppige Hautausschläge und andere syphilitische Hauterkrankungen lassen sich durch Umschläge mit dieser Pflanze wirksam behandeln.
- Die Anwendung dieser Pflanze zur Behandlung von Harnwegsinfektionen ist sehr wirksam. Dieses Kraut kann auch als Desinfektionsmittel für die Vagina bei Wochenbett-Gonorrhö und übelriechendem Ausfluss eingesetzt werden.
- Tuvaraka-Samenpulver ist hilfreich bei der Behandlung von Benommenheit und Schwindel. Dadurch verleiht dieses Kraut dem Körper mehr Energie.
- Die Verwendung dieses Krauts kann auch bei Verdauungsbeschwerden wie Aszites und Wurminfektionen helfen. Es wirkt wurmtreibend, abführend und brechreizerregend.
- Die Verwendung dieses Krauts kann die Diabetesbehandlung deutlich unterstützen. Es hilft, den erhöhten Blutzuckerspiegel zu regulieren und trägt außerdem dazu bei, die Zuckerausscheidung im Urin zu verbessern.
- Dies ist im Cholera-Behandlungsprozess sehr hilfreich.
- Tuvaraka gilt als hilfreiche Pflanze zur Behandlung von Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Sie fördert das Abhusten von Schleim und Auswurf aus den Bronchien, den Atemwegen und der Nase. Daher wirkt dieses Kraut wahre Wunder bei der Behandlung von Tuberkulose, Bronchitis, verstopfter Nase und Brustenge.
- Dieses Kraut kann bei der Behandlung einer Reihe verschiedener Erkrankungen helfen, darunter Gicht, rheumatoide Arthritis, Lymphadenopathie, Fisteln, Knochengeschwüre und Fisteln.
- Diese Pflanze ist auch bei Rheuma hilfreich, da sie Schwellungen, Beschwerden und Entzündungen in Gelenken, Händen und Beinen lindert.
Verwendete Teile
Samen und Samenöl.
